Nicht blind klicken: So prüfen Sie einen verdächtigen Link, bevor Sie ihn öffnen
Die Anatomie der Täuschung
Ein einziger Klick auf einen bösartigen Link kann Ihr Gerät infizieren oder die Sitzungscookies Ihres Browsers stehlen. Angreifer nutzen drei Haupttaktiken, damit Sie klicken.
1. Typosquatting
Es sieht aus wie die echte Seite, aber ein Buchstabe ist verändert. Das Gehirn liest das vertraute Wort automatisch und ignoriert den Fehler.
- Fälschung:
netflix-support.com(offiziell ist nur netflix.com) - Austausch:
paypaI.com(großes «i» statt kleinem «L») - Homograph:
аррle.com(verwendet kyrillische Buchstaben)
2. URL-Kürzer
Dienste wie bit.ly oder t.co werden häufig genutzt, um das eigentliche Ziel zu verschleiern. Wohin ein Kurzlink führt, wissen Sie erst nach dem Klick.
3. Offene Weiterleitungen
Hacker finden eine Schwachstelle auf einer vertrauenswürdigen Seite (etwa einer Behörden-Domain) und bauen einen Link, der zuerst auf die vertrauenswürdige Seite führt und dann unbemerkt auf eine bösartige weiterleitet.
Die goldene Regel: erst prüfen, dann klicken
Kommt ein Link von einem Fremden oder von einem Freund, aber mit ungewöhnlichem Text (zum Beispiel «Schau mal, wer auf diesem Foto ist!»), klicken Sie niemals direkt darauf.
- Am Computer: Fahren Sie mit dem Cursor über den Link, ohne zu klicken, und schauen Sie in die linke untere Ecke des Browsers: Dort erscheint die echte URL.
- Am Handy: Halten Sie den Link gedrückt, um ihn zu kopieren, statt ihn zu öffnen.
Werkzeuge zur Prüfung
Um zu sehen, ob ein Link sicher ist, nutzen Sie Scanner. UrusMail hat einen integrierten Link-Prüfer, der die Google-Safe-Browsing-Datenbank abfragt, dieselbe Liste gefährlicher Seiten, die auch Chrome verwendet.
Der Scanner gleicht die Adresse mit Listen von Phishing- und Malware-Seiten ab und sagt Ihnen, ob sie dort aufgeführt ist. Bedenken Sie: Er löst keine Kurzlinks auf und folgt keinen Weiterleitungen, und eine Adresse, die nicht in der Datenbank steht, ist keine Sicherheitsgarantie, denn neue Betrugsseiten landen erst mit Verzögerung in den Listen. Markiert der Scanner die Seite als gefährlich, löschen Sie die Nachricht.
